VORBEUGUNG –
die EIGENE WAHRNEHMUNG

Viele Menschen meinen, genug für sich zu tun, wenn sie zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Wenn der Befund gut war, glauben sie, sie seien gesund und denken nicht weiter über sich und ihren Energiezustand nach.

Viele Menschen gehen sehr selten oder auch gar nicht zu den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. Sie haben einfach zu viel Angst vor den möglichen negativen Befunden. Oder sie sagen sich, was kommen soll, kommt sowieso – egal was ich mache.

Ich glaube, dass es die allerbeste Form der Vorbeugung ist, sich SELBST und den eigenen Körper wahrzunehmen: den jeweiligen Zustand, die Veränderungen, die Symptome, die Gefühle usw., also letztlich die eigene Energie wahrnehmen zu lernen. Und das kann im Grunde jeder Mensch. Für den Einen ist das etwas schwerer als für den Anderen, aber es ist überhaupt keine Anstrengung nötig, um die Energie zu spüren. Ob man wirklich spüren möchte, wo es fließt und wo nicht, das ist eine andere Geschichte. Aber den Präventionsgedanken einmal fortgesetzt, ist das der Weg.

Wahrnehmen - handeln, selber was tun – sich Unterstützung suchen, Zusammenhänge erkennen, Symptome, Stimmungen, Lebensumstände, Ereignisse, Gewohnheiten, Süchte - ALLES hat eine Verbindung miteinander.

Sich von den Befunden der Schulmedizin nicht ablenken zu lassen in der eigenen WAHRNEHMUNG, der eigenen inneren Arbeit - im Guten wie im Schlechten - das ist keine leichte, aber eine sehr bedeutende Aufgabe für uns. Denn wenn die Ergebnisse bei einer Vorsorgeuntersuchung gut sind, denken viele, es gäbe keinen Grund, jetzt etwas zu tun. Sind die Ergebnisse schlecht, kommt ganz viel Angst hoch und der Gedanke, nun sei es zu spät, etwas zu tun. Beides ist wenig hilfreich.

Wenn wir aufmerksam sind und sehr bewusst mit uns und unseren jeweiligen Entscheidungen umgehen, können wir sehr gut für uns sorgen. Dass Krankheiten sich nie ganz vermeiden lassen, egal welche Wege wir gehen, gehört zu unserem Leben. Der Umgang mit frühzeitigen Symptomen aber auch mit schwereren Diagnosen, das alles erfordert sehr viel Ruhe und tieferes Verstehen von dem, was in uns und mit uns geschieht.

In der traditionell chinesischen Medizin geht es darum, die Energie immer wieder in Balance zu bringen - das bedeutet, YIN & YANG auszugleichen. Wenn die Energien gerade nicht gut in Harmonie sind, sich vielleicht das Qi verklumpt hat, können z. B. Geschwüre oder Tumore die Folge sein. Ist das Yin oder Yang stark geschwächt oder im Übermaß vorhanden, können sich dadurch viele akute, aber auch chronische Krankheiten ihren Weg bahnen. Gleichzeitig ist dies IMMER eine besondere GELEGENHEIT, sich mit diesen Symptomen und den dazugehörigen Themen zu beschäftigen und dadurch eine große Chance, eine positive Veränderung ins Leben zu bringen. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene.

Es kann richtig Freude machen, all dem mehr Raum zu geben. Es kommt etwas ins Fließen, wovon wir gar nicht mehr gedacht hätten, dass das möglich ist. Das Leben wird schöner, es kommt eine Vertiefung, ein Sinn ins Leben, der unabhängig von äußeren Bedingungen sein kann.