Organ im Herbst: die Lunge

Im Herbst stehen vermehrt die Abwehrkrankheiten im Vordergrund: alle Lungenbeschwerden, Erkältungen, Halsentzündungen, aber auch die Rückenbeschwerden oder die Migräne oder Kurzatmigkeit, Haut- und Schlafprobleme nehmen wieder zu.

Das Lungen Qi ist unser Abwehr Qi, schützt uns also vor Erkältungskrankheiten. Also ist es gut, unsere Lungen rein zu halten oder sie rein zu bekommen.

Auf der Gemütsebene merken die Menschen, dass alles etwas schwerer erscheint. Manche sprechen von der "Herbstdepression", einer tiefen Traurigkeit, andere von einer extremen Müdigkeit. Die Emotion Traurigkeit wird in der chinesischen Medizin dem Lungen-Funktionskreis zugeordnet. So ist es nur verständlich, dass viele Menschen damit wieder mehr in Kontakt kommen. Dies ist immer eine Möglichkeit zu schauen, was sich dahinter verbirgt und natürlich Energie aufzubauen, um ein weiteres Stück davon zu lösen.

In der QiGong Heilarbeit geht es darum, die Meridiane wieder ins Fließen zu bekommen und den Körper mit Geist und Seele zu verbinden. Die homöopathischen Mittel werden je nach Energiezustand akut oder auch chronisch eingesetzt, um einen weiteren Impuls zur Stärkung der Lebenskraft zu geben. Es ist kein Zufall, wenn gerade jetzt diese Beschwerden/ Symptome auftreten. In der Regel sind sie gerade in dieser Jahreszeit besonders gut zu behandeln.

buntes Laub

Ich werde immer wieder nach Alltags Tipps gefragt:
Der vielleicht Einfachste und Nützlichste ist, gerade im HERBST immer wieder etwas Warmes zu trinken, so z.B. Wasser, milde Tees wie Maishaartee, Bergtee, grünen Hafertee oder auch grünen Tee. Es geht nicht darum, viel auf einmal zu trinken, das ist für die Nieren zu anstrengend. Machen Sie es wie viele Chinesen: die nehmen sich morgens einen Beutel Grüntee mit und dieser wird über den ganzen Tag immer wieder aufgebrüht. Dran denken: 70-80 Grad Wassertemperatur reicht. Oder stellen Sie sich eine Thermoskanne mit sehr warmem Wasser bereit und trinken Sie immer wieder ein Tässchen davon.
Und wenn die Energie doch nicht gereicht hat, oder innere Prozesse eine Krankheit erforderlich machen auch das ist immer wieder der Fall) gibt es zusätzlich den altbekannten Möhrensud, der die Abwehrkräfte stärken kann.

Da der Dickdarm das Partnerorgan der Lunge ist, sollte man diesen auch im Blick haben. Denn ein gut funktionierender Darm hilft der Lunge und umgekehrt.
Da wir über unser Essen auch Qi aufnehmen, ist es gut, unser Essverhalten und auch die Auswahl der Nahrung passend zu gestalten. Auch hier sind es die alten einfachen Weisheiten, die uns helfen: Nicht zu viel, nicht zu wenig, keine Diäten, nicht zu scharf, zu salzig, zu fettig und zu süß. Einfaches selbstgekochtes Essen. Suppen, Gemüse, Reis, Getreide, Nudeln, Kartoffeln, und wer mag auch Fisch & Fleisch (möglichst nicht täglich). Und natürlich ehrlich hin spüren, was vertrage ich gut und was nicht.  Auf jeden Fall sollte man Tags essen und nicht am späten Abend.

 

Es gibt wie immer sehr viele interessante Zusammenhänge, die es zu erkunden, zu verstehen und zu erfahren gilt.